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Angriff auf Norsk Hydro

Ein Cyberangriff hat einen der weltgrößten Aluminiumhersteller getroffen

Dienstagnacht wurde der norwegische Konzern Norsk Hydro (einer der weltgrößten Aluminiumhersteller) von Hackern angegriffen worden. Durch den Angriff wurden IT-Systeme in den verschiedensten Geschäftsfeldern betroffen. Von der Attacke waren Anlagen in Europa und in der USA betroffen, einige Werke mussten sogar auf manuellen Betrieb umgestellt werden.

Eine Cyberattacke hat dazu geführt, dass ein Teil der Produktion bei Norsk Hydro eingestellt werden musste. Auch andere interne (Verwaltungs)Systeme, wie ERP oder CRM wurden betroffen. Der Angriff erfolgte über das Einschleusen von Ransomware.

[Update 8.4.]

Die Produktion von Norsk Hydro konnte weitgehend mit Hilfe von System-Backups wieder auf normalem oder nahezu normalem Niveau gebracht werden. Der Schaden des Cyberangriffs führte auch zu erheblichen Problemen bei bestimmten Verwaltungsprozessen wie Reporting und die Rechnungsstellung. Die Einbußen sind enorm, Reduktion der Produktion bis zu 50%. Der Schaden wird auf circa 35 Mill. Euro geschätzt.

[Update 9.4.]

Als Folge des Cyberangriffs verlor die Aktie über 3 Prozent an Wert und konnte den Verlust trotz Schwankungen bisher nicht wieder ausgleichen. Die massive Störung der Produktion ist bisher nicht abschließend behoben worden.

Norsk Hydro als Vorzeigeunternehmen der Industrie 4.0 hat Vertriebs- und Handelsaktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die starke Vernetzung ist hier ein Stärke aber auch eine große Angriffsfläche.

Der Angriffe erfolgte über die Ransomware LockerGoga, der Daten auf den Festplatten der angegriffenen Rechner verschlüsselt. Um wieder Zugang zu den Daten zu erhalten, bedarf es einer Lösegeld-Zahlung.

Quellen: