Grundsätze des Qualitätsmanagements

Was ist wichtig beim Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015?

Als die ISO 9001:2015 zusammengeschmiedet wurde, haben die Weisen des Qualitätsmanagements viel Erfahrung aus den Vorgängerversionen der Norm gesammelt und diese in die aktuelle Fassung an die Erfordernisse der heutigen Zeit übernommen. Das spiegelt sich in den Grundsätzen der aktuellen Version wieder.

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Wenn wir über die Grundsätze des Qualitätsmanagements sprechen, müssen wir mit der obersten Leitung bzw. Geschäftsführung beginnen:

1. Leadership

Die Qualitätspolitik und -strategie wird von der Unternehmensleitung definiert und vorgelebt. Hier spielen die Unternehmensziele und deren Philosophie eine große Rolle. Das Unternehmen und die Führung müssen ihre Mitarbeiter mitnehmen und begeistern, die angestrebte Qualität mitzutragen. Ein schlechtes Image oder eine schlechte Kommunikation intern erschweren die Agilität der Geschäftsprozesse bei ständigen Anpassungsprozess an Marktanforderungen.

2. Prozessorientierter Ansatz

Eine wichtiger Erneuerung ist Betrachtung von Geschäftsprozessen, statt einzelner Stellen. Wir betrachten nicht eine Messung, sondern den gesamten Prozess und die Qualität dieses Prozesses.

3. Kundenorientierung

Die Kundenorientierung sorgt dafür, dass ein Unternehmen den Kontakt zum Markt nicht verliert. Umgekehrt haben Kunden Erwartungen von einem Unternehmen, die bedient werden sollten. Es ist fast unmöglich und kostspielig, einen enttäuschten oder verärgerten Kunden wieder zugewinnen.

4. Engagement

Die Beteiligung der Mitarbeiter hatten wir schon im Punkt Leadership angeschnitten. Engagierte Mitarbeiter helfen bei der Umsetzung und der Verbesserung der Prozesse und damit bei der Erreichung der Qualitätsziele. Denn der Mitarbeiter ist im Mittelpunkt des Arbeitsgeschehen, erkennt damit frühzeitig Probleme.

5. Verbesserung

Die kontinuierliche Verbesserung des Unternehmens ist sicher eine Aufgabe der Geschäftsführung. Auch die Mitarbeiter sollten dazu bewegt werden, an der Verbesserung ihres Arbeitgebers mitzuwirken. Das ist nur über eine Mitarbeiterbeteiligung erreichbar. Nicht zu vergessen ist das wertvolle Feedback von Lieferanten und Kunden, welches in die Verbesserung mit einfließen sollte.

6. Faktenbasierte Entscheidungsfindung

Unternehmen sollten nicht \"aus dem Bauch\" heraus gelenkt werden. Wichtiger ist die Einführung eines Kennzahlensystems, welches jederzeit den Status eines Unternehmens oder von Zielen wiedergeben kann. Nur so können rechtzeitig Abweichungen erkannt und korrigiert werden.

7. Beziehungen

Unternehmen arbeiten nicht isoliert, sondern in einem Geflecht zusammen mit Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern, Bürgern und anderen interessierten Parteien. Diese mit einzubinden, ist eine der größten Herausforderungen an Unternehmen. Vieles wird in Industrie 4.0 aufgriffen, kann aber auch im kleineren Rahmen umgesetzt werden. Reden Sie mit Ihren Lieferanten, kontaktieren Sie ihre Kunden, usw. Schaffen Sie Vertrauen und entwickeln gemeinsam Ihre Produkte.

Fazit

Das war eine kurze Übersicht über die Grundsätze der ISO 9001, des Qualitätsmanagements. Diese Norm und die Ideen dahinter sind ein mächtiges Werkzeug, dass über die klassische Qualitätssicherung hinausgeht.