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#IoT#Transformation

Vorne weg, die eigentliche Digitalisierung fand schon vor Jahrzehnten statt. Und die wenigsten Unternehmen haben nur analoge (z.B. Papier-)Prozesse. Trotzdem erfahren wir seit einigen Jahren eine Neugestaltung in der Informationsverarbeitung, die unsere gewohnten Wege in Richtung neuer Möglichkeiten umlenkt. Unternehmen wandeln sich von den bekannten Produzenten zu Serviceanbietern in unbekannten Bereichen. Wir wollen im Folgenden einige typische Beispiele aufführen.

Beispiel: Social Media

Die meisten Anwender verstehen unter diesem Begriff eher Plattformen wie Facebook oder Twitter. Viele Unternehmen haben die von diesen Plattformen bekannten Ansätze in die Geschäftswelt übertragen. Entstanden sind Austauschplattformen für geschäftliche Informationen. Adé, Kaffeeküche, sei gegrüßt Collaboration. Richtig, vor dem Begriff Social Media gab es den Begriff Collaboration. Hier sind wir bei dem eigentlichen Ziel der Digitalen Social Media gelangt: Der Digitalen Zusammenarbeit.

Die neuen Plattformen haben drei Zielgruppen, die der eigenen Mitarbeiter, Partner und Kunden. Durch den Wechsel von Informationssilos, wie Emails, Dokumentenablagen, Webseiten, hin zu einem zentralen Raum wird eine Konzentration bzw. Anreicherung an Information erreicht. Es geht weniger verloren und es wird einfacher gefunden. Dieser positive Effekt fördert die Motivation der Mitarbeiter und stärkt die Bindung. Je besser die gewählte Plattform ist, desto stärker kann sie den Informationsaustauch fördern, z.B. mit Kalenderfunktionen für das nächste Webmeeting.

Diese stärkere Bindung betrifft auch Partner und Kunden, die in der Regel weniger Inhalt bereitstellen, aber dafür an Inhalten interessiert sind. Diese Zielgruppen wollen in Interaktion mit dem Unternehmen treten, erhoffen sich Unterstützung oder einen anderen Vorteil, der auch geliefert werden muss. Hier ist es wichtig, zielgruppengerecht Inhalte oder Funktionen anzubieten. Ansonsten geht die angestrebte Bindung verloren und der Teilnehmer wird abgeschreckt. Der erforderlich hohe Pflegeaufwand sollte nicht unterschätzt werden.

Ein anderer Punkt, der oft vergessen wird, sind die großen Menge an auszuwertenden Daten, die diese Plattformen bereitstellen. Hierzu zählen die aufgesuchten Seiten, das Verhalten der Teilnehmer auf der Plattform und die positiven oder negativen Beiträge der Teilnehmer. Die Auswertung dieser Daten sollte in die Unternehmensplanung einfließen. Auch diese Daten geben einem Unternehmen Hinweise darauf, ob die eingeschlagene Strategie auf dem richtigen Weg ist, Gelder erfolgreich investiert worden sind oder das Ist-Image des Unternehmens dem Soll-Image entspricht.

Beispiel Mobility

Ein anderer Bereich, in dem Unmengen an Daten anfallen, ist der Bereich Mobility. Jeder Smartphone-Besitzer ist zusammen mit den verwendeten Apps eine Datenquelle, in jeder Hinsicht. Auf der anderen Seite schaffen die Anwender mit Hilfe der Apps ganz neue Märkte, von Car Sharing bis hin Localized Shopping, vieles ist wie selbstverständlich geworden.

Ausgehend von den bekannten Apps, die primär Kunden einsetzen, werden von Unternehmen Apps speziell für den internen Einsatz oder für Partner entwickelt. Diese Apps werden in der Regel in eigenen App-Stores verwaltet. Als Beispiel können Anwendungen für Werkstätte genommen werden, die dem Mitarbeiter helfen sollen, Probleme schneller zu diagnostizieren. Der frühere Schulungsbedarf reduziert sich erheblich und die Qualität der Werkstattleistungen steigt erheblich.

Andere Bereiche, die neue Märkte entstehen lassen und zugleich die anfallenden Daten effizient verwerten, sind die Bereiche der Mobilität, beginnend von Taxi-Diensten, hin zu Car Sharing bis zu den Leihfahrrädern.

  1. Der Kunde finden einen leichten Zugang zu den gewünschten Fahrzeugen,
  2. bekommt Vor-Ort-Angebote,
  3. führt Abrechnungen über die App durch,
  4. liefert durch Bewegungsmuster den Partnern die Möglichkeit die Fahrzeuge zu optimieren und
  5. unterstützt den Außendienst bei der Lokalisierung.

Die Möglichkeiten sind sicher nicht ausgeschöpft.

Beispiel Vernetzung

Statt alles im Unternehmen zu verarbeiten oder anzubieten, findet unter dem Stichwort Industrie 4.0 eine stärkere Dezentralisierung der Services verbunden mit einer stärkeren Vernetzung statt. Eine Lieferung einer Leistung an einen Kunden ist eine Gesamtleistung vieler Dienste und Unternehmen. In diesem fällt unter anderem auch der Begriff Microservices. Die Nutzen von Kalenderdiensten läuft über einen anderen Anbieter als die Abrechnung von Bestellungen, usw. Auch die Datenquellen und die Verarbeitung dieser erfolgt in unterschiedlichen Services.

Beispiel Internet of Things

Unterschiedliche Geräte und Sensoren werden mit dem Internet verbunden, von der Kaffeemaschine bis hin zum Temperaturfühler. Maschine können ihren Status melden, ob Betriebsmittel erforderlich sind, der nächste Zeitpunkt für eine Wartung naht und Fehler zu Problemen führen. Diese Geräte und Sensoren sind aktive Elemente, die Informationen liefern und kommunizieren.

Für Unternehmen geben angeschlossene Internet of Things Devices die Chance, die eigenen Prozesse besser zu verstehen und frühzeitig einzugreifen. Zusätzlich entstehen für Kunden und Partner neue Dienste, die diese für die eigenen Zwecke nutzen können, z.B. die rechtzeitige Bestellung von Papier durch angeschlossene Drucker.

Beispiel Daten

In den obigen Beispielen wurden immer wieder auf die großen Menge anfallender Daten hingewiesen. Diese Datenmenge (Big Data) muss in kurzer Zeit effizient verarbeitet und aufbereitet werden. Diese Daten sollen aber auch für spätere Analysen zur Verfügung stehen, auch weil Rahmenbedingungen sich immer ändern können. Die korrekte Interpretation der gesammelten Daten gibt einem Unternehmen eine wertvolle Basis für zukünftige Entscheidungen.