Was ist Enterprise Architektur und warum?

Architekten gestalten, planen und verschönern die Welt mit ihrer Arbeit, auch bzw. insbesondere in der IT.

Unternehmen stellen an Ihre IT die Anforderung, die Komplexität des Unternehmens und die Veränderungen des Marktes widerzuspiegeln. Darüber hinaus sollen die Kosten niedrig bleiben. Konzepte und Werkzeuge hierzu liefert das Enterprise Architecture Management (EAM). Mit diesem Ansatz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Unternehmensentwicklung, den wir gut finden und Euch vorstellen wollen.

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Was ist Enterprise Architektur?

Um diese Frage zu beantworten, beschreiben wir erstmal das aktuelle Umfeld vieler Unternehmen.

Viele Geschäftsmodelle basieren im Wesentlichen auf Technologie, alle Geschäftsmodelle können ohne Technologie nicht funktionieren. Obwohl es im Falle der UI-Manufaktur naheliegend wäre, nein, wir betrachten nicht nur die IT als Technologie. Technologie gibt es in verschiedenen Formen, als mechanisches Geräte, digitale Werkzeuge, als Smartphone oder – unser Thema – als Software. Ohne Technologie ist die Basis unserer modernen Zivilisation nicht denkbar, das gilt gleichermaßen für Krankenhäusern oder für die Produktion. Ob real, virtuell, analog oder digital, modernes Leben, eine Welt ohne Technologie ist undenkbar.
 Technologie ist ein Teil der Geschäftsprozesse von Unternehmen. Diese verkaufen Produkte oder Dienstleistungen, die mit Hilfe Technologie hergestellt, verwaltet und übergeben werden. Die Unternehmensleitung besteht i.d.R. nicht aus Technologieexperten, müssen aber auch Entscheidungen treffen, die die eingesetzte Technologie betreffen. Unterstützung und Antworten finden Sie in der Unternehmensarchitektur.
Unternehmensarchitektur ist, lauf Definition oder Wikipedia, eine Praxis und eine Sammlung von Fähigkeiten, die verwendet werden, um die Technologie- mit der Geschäftsstrategie in Einklang zu bringen. Unternehmensarchitekten sind quasi unternehmensinterne Technologieberater auf einer hohen abstrakten Ebene („Übersichtsebene“).
 
Architektur ist aus einer technischen Sicht die Art und Weise, wie die Komponenten eines Computers oder Computersystems organisiert und integriert sind. Die Enterprise Architektur befasst sich mit den komplexen Beziehungen zwischen einer Unternehmensorganisation, ihren Mitarbeitern, den Geschäftsprozessen und Systemen im Unternehmen.
 
Enterprise Architektur ist ein Teil der Unternehmensstrategie. Unternehmensarchitekturen, zusammen mit ihren Gegenstücken in der Lösungs- und Anwendungsarchitektur, haben das Ziel, die Geschäftsstrategie mit der IT in Einklang zu bringen. Dieses Vorgehen erfordert eine Kombination aus technischen Fähigkeiten, IT-Branchenerfahrung und Kommunikation zwischen den Abteilungen.
 
Architekturrollen werden nach Anwendung, Lösung und Unternehmen unterschieden. Die Anwendungsarchitektur ist Anwendungen verantwortlich und hat die Aufgabe, die richtigen Technologien und Methoden zu wählen, um diese aufzubauen und zu warten. Die Lösungsarchitektur ist für Anwendungsfamilien verantwortlich und betrachtet die Geschäftsinteressenten an der technischen und Geschäftsstrategie für die Portfolios. Enterprise Architektur erarbeitet, wie eingangs erwähnt, die unternehmensweit strategischen und technischen Projekte.
 

Warum brauchen Unternehmen Architekturen und Architekt*innen?

Drei Faktoren spielen hier eine wichtige Rolle: IT-Projekte im Unternehmensbereich sind
  • komplex,
  • kostspielig und
  • mit Risiken

verbunden. Viele Projekte liefern nur eine grobe Spezifikation und betrachten auch nicht das gewünschte Geschäftsergebnis.  Grund hierfür ist oft die fehlende Kommunikation zwischen Geschäftsbeteiligten und der IT.  Unternehmensarchitekten füllen diese Lücke und wollen diese Probleme lösen. Diese Rolle als „Brücke“ & "Übersetzer" schafft eine gemeinsame Basis für Geschäftsanforderungen zum Lösungsdesign und dann zu den geplanten sowie vorhandenen Systemen. 

 
Durch die Anforderungen müssen Unternehmensarchitekten eng mit allen Unternehmensebenen zusammenarbeiten, um die beste Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen.

Was ist die Aufgabe der  Architekt*innen und warum?

Jetzt konnen wir zu den Akteuren. Aus den obigen Beschreibungen wird klar, dass Architekten im Zentrum einer Gruppe unterschiedlicher Stakeholder mit verschiedenen Interessen stehen. Architekten sind also nicht nur Technologieberater, sondern auch Projektmanager, Vermittler, Botschafter und Unterhändler. Sie beraten das Management, um die Geschäftsarchitektur zu definieren und zu dokumentieren. Die Dokumentation ist ein eigener und wichtiger Punkt, der aus Dokumenten und Tools besteht, und für eine fundierte Architektur sorgt.
 
Mit dem Ergebnis der Architektur kann die Unternehmensleitung Strategie und Geschäftsprozesse priorisieren und festlegen. Die Lösungsdesigns der IT werden an der Geschäftsarchitektur ausgerichtet, um damit der Lösungsumfang definiert.
 
Der typische Wunsch des Unternehmens, die Betriebskosten in der IT zu senken. Die Architektur sollte nicht nur dem Kostenparadigma folgen, sondern auch durch Umsetzung der Strategie eine zukunftsfähige IT planen und gestalten. Die Gestaltung mündet in einem Blueprint oder Modell der Geschäftsstrategie. Architekten können tiefer ins Detail gehen und sollten hierbei die getroffenen Entwurfs- und Architekturentscheidungen nachvollziehbar dokumentieren.
 
Architekten sind keine Einzelkämpfer. Sie sollten zusammen mit der IT und Lieferanten rechtzeitig Designentscheidungen bewerten. So könne frühzeitig Probleme erkannt und korrigiert werden.
 
Verbunden mit den Aufgaben der Architektur ist das Change-Management. Veränderungen auf Unternehmensebene erfordern Technologie-Roadmaps. Diese Roadmaps enthalten Darstellungen, die die vom Unternehmen unterstützten Lösungen und Technologien beschreiben. Roadmaps sollen auch strategische Anforderungen erfüllen.

Fazit

Architekten tragen viel Verantwortung und große Herausforderungen. Diese umfassen Aufgaben von der mündlichen und schriftlichen Kommunikation über die Verwaltung von Beziehungen bis hin zur Erstellung von Dokumentationen über Abteilungsgrenzen hinweg.  Standards und Frameworks wie TOGAF unterstützen die Architekten in ihrer Vorgehensweise und schaffen eine vergleichbare Richtschnur für die tägliche Arbeit.